Durchblutungsstörung beim Pferd behandeln

Durchblutungsstörung beim Pferd – Praxisbeispiel zur ergänzenden Lasertherapie

Im Folgenden schildern wir einen einzelnen, von uns dokumentierten Praxisfall zum ergänzenden Einsatz des Impuls-Dioden-Therapie-Lasers bei einem Pferd mit Durchblutungsauffälligkeiten. Dieser Einzelfall stellt keine wissenschaftliche Untersuchung dar und lässt keine allgemeingültigen Rückschlüsse auf die Wirksamkeit zu. So wurde die Lasertherapie bei einem 5 Jahre alten Springpferd mit wiederkehrenden Beschwerden ergänzend eingesetzt.

Das Tier zeigte bei Belastung deutliche Symptome – nach etwa 20 Minuten im Training begann es, über die rechte Vorderhand zu stolpern. Das Angaloppieren über die rechte Seite war kaum noch möglich. Beim Abtasten der Muskulatur wurde ein erhöhter Tonus auf der rechten Seite festgestellt. Da die Beschwerden nicht nachließen, wurde ein Wärmebild des Pferdes erstellt.

Vorgehensweise beim ergänzenden Einsatz des Impuls-Dioden-Therapie-Lasers

Die Thermografie zeigte einen drastischen Temperaturunterschied zwischen den Vorderbeinen des Springpferds. Vom rechten Vorderbein ging deutlich weniger Wärmestrahlung aus, was auf eine mögliche Durchblutungsauffälligkeit hindeutete. Das Muskelgewebe der betroffenen Gliedmaße war offensichtlich stark unterversorgt.

Auf der Suche nach der Ursache wurde ergänzend eine Pulskontrolle (RAC) durchgeführt, die Hinweise auf Störherde im Hals- und Beckenbereich des Tieres ergab. Es wurde entschieden, den Impuls-Dioden-Therapie-Laser nicht-invasiv im Sinne der Laser-Akupunktur ergänzend anzuwenden. Die Lasertherapie wurde zusätzlich durch osteopatische und physiotherapeutische Maßnahmen begleitet.

In diesem Einzelfall wurde nach zwei Tagen eine Veränderung der Symptome beobachtet, und nach einer Woche zeigte das Pferd im Training kein Stolpern mehr. Der weitere Verlauf wurde durch zusätzliche Thermografien dokumentiert. Nach zwei Wochen zeigte die Thermografie am rechten Vorderbein ein der linken Seite vergleichbares Wärmebild.

Dieser Einzelfall zeigt, wie der Impuls-Dioden-Therapie-Laser als ergänzende, komplementäre Maßnahme neben etablierten Methoden wie der Physiotherapie eingesetzt werden kann. Ein wissenschaftlicher Nachweis dafür, dass die Lasertherapie zur Beseitigung von Durchblutungsstörungen beiträgt, liegt nicht vor; der geschilderte Verlauf ist ein Einzelfall und keine allgemeingültige Aussage über die Wirkung. Die Anwendung wird in der Regel gut vertragen und gilt als nicht belastend für das Tier.

Hinweis: Es handelt sich hierbei um die Schilderung eines einzelnen, von uns dokumentierten Praxisfalls. Individuelle Verläufe sind nicht repräsentativ für andere Tiere und lassen keinen Rückschluss auf eine allgemeine, wissenschaftlich belegte Wirksamkeit der Lasertherapie zu. Die beschriebene Anwendung ersetzt keine tierärztliche Diagnose oder Behandlung.

Durchblutungsstörung beim Pferd – Praxisbeispiel zur ergänzenden Lasertherapie

Abb. 1: Thermobild frontal: Deutliche Temperaturdifferenz zwischen rechtem und linkem Vorderbein erkennbar

Durchblutungsstörung beim Pferd – Praxisbeispiel zur ergänzenden Lasertherapie

Abb. 2: Thermobild seitlich. Auch hier ist ein Wärmeunterschied sichtbar.

Durchblutungsstörung beim Pferd – Praxisbeispiel zur ergänzenden Lasertherapie

Abb. 3: Kontrollbild aus diesem Einzelfall, ca. 1 Woche nach Anwendung: Im Thermobild ist kein deutlicher Unterschied zwischen beiden Beinen mehr erkennbar.

Durchblutungsstörung beim Pferd – Praxisbeispiel zur ergänzenden Lasertherapie

Abb. 4: Kontrollbild aus diesem Einzelfall, zweite Perspektive: Auch hier kein deutlicher Unterschied erkennbar.

Mit freundlicher Unterstützung von Jochen Lill!

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Anja Tiedemann Bio-Medical-Systems