Einsatzgebiete der pulsierenden Magnetfeldtherapie
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Einsatzgebiete der pulsierenden Magnetfeldtherapie in der Tiermedizin

Die Gesundheit unserer Haustiere ist ein zentraler Aspekt für Tierbesitzer und Tierärzte. In den letzten Jahren hat die pulsierende Magnetfeldtherapie als ergänzende, komplementäre Methode in der Tiermedizin an Bekanntheit gewonnen. Sie wird von Tierhaltern und Tierärzten als nicht-invasive, ergänzende Maßnahme geschätzt – etwa im Umfeld chronischer Beschwerden, Verletzungen oder degenerativer Erkrankungen. Eine wissenschaftlich belegte, allgemeingültige Wirksamkeit besteht nach aktuellem Stand nicht. Doch wie funktioniert diese Methode, und in welchen Bereichen der Tiermedizin wird sie eingesetzt? In diesem Beitrag ordnen wir die möglichen Einsatzgebiete und den Forschungsstand zur Magnetfeldtherapie für Tiere ein.


Was ist die pulsierende Magnetfeldtherapie?

Die pulsierende Magnetfeldtherapie (PMFT) ist eine Anwendung, bei der niederfrequente, pulsierende Magnetfelder verwendet werden. Diese Magnetfelder dringen in das Gewebe ein. Ob und in welchem Umfang dies Zellprozesse, Durchblutung oder Entzündungsvorgänge beeinflusst, wird in der Forschung diskutiert, ist aber wissenschaftlich nicht abschließend belegt.

Die PMFT ist nicht-invasiv und wird von Tieren in der Regel gut toleriert. Sie kann mithilfe spezieller Geräte wie Magnetfeldmatten, Decken oder Manschetten durchgeführt werden, die individuell an die Größe und den Zustand des Tieres angepasst werden.


Diskutierte Wirkmechanismen bei Tieren

In der wissenschaftlichen Literatur zur Magnetfeldtherapie werden unter anderem folgende Mechanismen diskutiert:

  1. Mikrozirkulation: Ein möglicher Einfluss auf die Weite der Kapillaren und damit auf Durchblutung und Sauerstofftransport wird untersucht.
  2. Körpereigene Prozesse: Ein mögliches Zusammenspiel mit körpereigenen schmerzregulierenden Mechanismen wird diskutiert, ist aber nicht abschließend geklärt.
  3. Entzündliche Prozesse: Ein möglicher Einfluss auf entzündungsbezogene Botenstoffe wird in einzelnen Studien untersucht.
  4. Zellregeneration: Ein möglicher Zusammenhang mit Wundheilungsprozessen wird in der Forschung diskutiert.

Diese Mechanismen werden unter anderem in einer Übersichtsarbeit von Markov (2007) zu Magnetfeldtherapie im Allgemeinen diskutiert [Markov, 2007]. Wichtig: Diese Arbeit ist eine allgemeine Übersichtsarbeit und keine veterinärspezifische Studie. Sie wurde nicht speziell an unseren Geräten oder bei Tieren durchgeführt und lässt daher keinen direkten Rückschluss auf deren Wirksamkeit zu.


Mögliche Anwendungsbereiche der Magnetfeldtherapie in der Tiermedizin

Die Magnetfeldtherapie wird bei Tieren unter anderem in folgenden Bereichen als ergänzende Maßnahme eingesetzt:

1. Gelenkbeschwerden
Degenerative Gelenkerkrankungen wie Arthritis und Hüftdysplasie sind bei Hunden und Katzen verbreitet. Die Magnetfeldtherapie wird hier als begleitende, nicht-invasive Anwendung neben der tierärztlichen Behandlung eingesetzt. Zur Anwendung bei Hunden mit Hüftdysplasie liegt Forschung vor, etwa von Ernst et al. (2014) [Ernst et al., 2014]. Auch hier gilt: Diese Forschung bezieht sich auf Magnetfeldtherapie allgemein und nicht auf unser konkretes Produkt; eine Wirksamkeit für den Einzelfall ist wissenschaftlich nicht belegt.

2. Wundversorgung
Nach Operationen oder Verletzungen wird die Magnetfeldtherapie mitunter ergänzend zur tierärztlich verordneten Wundversorgung eingesetzt. Ein wissenschaftlicher Nachweis, dass sie Infektionsrisiken senkt, liegt nicht vor.

3. Neurologische Beschwerden
Bei Tieren mit neurologischen Problemen wie Bandscheibenvorfällen wird die Magnetfeldtherapie mitunter als begleitende Maßnahme diskutiert. Ein wissenschaftlicher Nachweis, dass sie die Regeneration von Nervengewebe fördert oder die Signalweiterleitung wiederherstellt, liegt nicht vor; sie ersetzt keine tierärztliche neurologische Diagnostik und Behandlung.

4. Orthopädische Verletzungen
Verstauchungen, Prellungen oder Sehnenverletzungen sind bei aktiven Hunden und Pferden häufig. Die Magnetfeldtherapie wird hier mitunter als ergänzende, begleitende Maßnahme eingesetzt.

5. Begleitung bei chronischen Beschwerden
Für ältere Tiere mit chronischen Beschwerden, z. B. durch Arthrose, wird die Magnetfeldtherapie von manchen Tierhaltern als ergänzende Maßnahme neben der herkömmlichen tierärztlichen Behandlung genutzt.

6. Einsatz in der Pferdemedizin
Bei Pferden wird die Magnetfeldtherapie unter anderem im Umfeld von Sehnenbeschwerden, Hufproblemen und Rückenbeschwerden als ergänzende Maßnahme eingesetzt. Vereinzelt wird hierzu auf weitere Publikationen verwiesen [Gunn-Moore & Simpson, 2010]. Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass wir diese Quelle nicht verifizieren konnten und sie vor einer Verwendung durch Sie selbst gegen die Originalpublikation geprüft werden sollte.

Hinweis: Die in diesem Artikel genannte Forschung bezieht sich auf Magnetfeldtherapie im Allgemeinen und wurde nicht an den Geräten von Bio Medical Systems durchgeführt. Ein wissenschaftlicher Wirksamkeitsnachweis für unsere konkreten Produkte liegt nicht vor. Die Magnetfeldtherapie ersetzt keine tierärztliche Diagnose und Behandlung.


Mögliche Vorteile der Magnetfeldtherapie für Tiere

Anwender beschreiben die Magnetfeldtherapie häufig wie folgt:

  • Nicht-invasiv: Die Anwendung erfordert keine Sedierung und wird von den meisten Tieren gut vertragen.
  • In der Regel gut verträglich: Ein genereller Ausschluss von Risiken kann dennoch nicht gegeben werden.
  • Individuell anpassbar: Je nach Größe, Alter und Zustand des Tieres können Intensität und Dauer der Anwendung angepasst werden.
  • Einfach anzuwenden: Viele Tierhalter können die Anwendung nach tierärztlicher Anleitung zu Hause durchführen.

Kontraindikationen und Vorsichtsmaßnahmen

Die Magnetfeldtherapie ist nicht für alle Tiere geeignet. Kontraindikationen können sein:

  • Trächtigkeit
  • Tumorerkrankungen
  • Tiere mit Herzschrittmachern oder Implantaten
  • Akute Infektionen

Vor Beginn der Anwendung sollte immer eine tierärztliche Untersuchung erfolgen, um mögliche Risiken auszuschließen.


Fazit: Magnetfeldtherapie als ergänzende Maßnahme in der Tiermedizin

Die pulsierende Magnetfeldtherapie ist eine nicht-invasive, in der Regel gut verträgliche Methode, die von Tierhaltern und Tierärzten als ergänzende Maßnahme im Umfeld von Verletzungen, chronischen Beschwerden und degenerativen Erkrankungen eingesetzt wird. Sie ersetzt keine tierärztliche Diagnose und Behandlung, und eine wissenschaftlich belegte, allgemeingültige Wirksamkeit besteht nach aktuellem Stand nicht. Eine individuelle Abstimmung mit dem behandelnden Tierarzt wird empfohlen.

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